SPRACHROHR für Menschen mit Behinderung in anthroposphisch orientierten Lebens- und Lernstätten

Unsere Statuten

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des Vereins

 

„SPRACHROHR für Menschen in anthroposophisch orientierten
Lebens- und Lernstätten“.

 

§ 1

Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

 

(1)    Der Verein führt den Namen „ S P R A C H R O H R für Menschen in anthroposophisch

orientierten Lebens- und Lernstätten“.

(2)  
Er hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf das gesamte
Bundesgebiet

 

 

§ 2

Zweck des Vereins und Ziele seiner Tätigkeit

 

 

(1)  Der Verein dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken im Sinne der §§ 34 ff. BAO. Er ist nicht auf Gewinn gerichtet.

 

(2)  Der Verein ist ein Zusammenschluss von Angehörigen und Freunden
Seelenpflege-bedürftiger Menschen und verfolgt das Ziel, deren Förderung und Betreuung auf der Grundlage der anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie zu
unterstützen und ihre Belange in der Öffentlichkeit zu vertreten..

 

§  3

Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes

 

Der Satzungszweck soll insbesondere auf folgende Weise verwirklicht werden:

 

(1) Ideelle Mittel:

a)    Der Verein unterstützt die Betreuten und die Institute bei der Wahrnehmung für deren ideellen und rechtlichen Interessen.

 

b)   Der Verein berät und unterstützt die Angehörigen
Seelenpflege-bedürftiger Menschen in allen Angelegenheiten, die deren
Aufenthalt und Förderung in den Instituten betreffen oder sonst mit ihrer Situation als behinderte Menschen zusammenhängen.

 

c)     Der Verein fördert und betreibt im Einvernehmen mit den anthroposophischen heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Instituten Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit

 

d)    Der Verein fördert die bestmögliche soziale Integration der
Seelenpflege-bedürftigen Menschen.

 

e)     Der Verein unterstützt andere Trägervereine (z.B. ÖAR) bei der Schaffung erforderlicher Betreuungsmöglichkeiten.

 

f)       Der Verein pflegt mit gleichgesinnten Organisationen des In- und Auslandes Kontakte,
Gedanken- und Erfahrungsaustausch. (Durch die Mitgliedschaft z.B. in der European

Co-operation in Anthroposophical Curative Education and Social Therapy (ECCE) soll eine Mitwirkung auch auf europäischer Ebene stattfinden.

 

(2)   Finanzielle Mittel:

a)  Mitgliedsbeiträge

         b)  Schenkungen, Spenden und Sammlungen

         c)  Subventionen, Erträgnisse aus Veranstaltungen

d)  Legate, Erbschaften und sonstige Zuwendungen

e)  Gebarungsüberschüsse die im Sinne der Vereinsziele zu verwenden sind

 

 

§ 4

Mitgliedschaft und Erwerb der Mitgliedschaft

 

Mitglieder des Vereins können alle Personen werden, die sich für die Ziele des Vereins einsetzen wollen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

 

§ 5

Beendigung der Mitgliedschaft

 

(1) Der Austritt aus dem Verein steht jedem Mitglied jederzeit nach vorangegangener
schriftlicher Mitteilung an den Vorstand frei.

(2) Der Vorstand ist berechtigt, Mitglieder, die den Vereinszweck schädigen, aus
dem Verein fristlos auszuschließen

(3) Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod.

 

§ 6

Rechte und Pflichten der Mitglieder

 

(1) Jedes Mitglied besitzt in der Generalversammlung ein Stimmrecht sowie das aktive und
passive Wahlrecht.

(2) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu
fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins
Schaden erleiden könnte. Sie haben die Vereinstatuten und die Beschlüsse der
Vereinsorgane zu beachten.

 

§ 7



 Organe des Vereins

 

sind die Generalversammlung (§ 8 und 9), der Vorstand (§10 bis 12), der Beirat (§13), die Rechnungsprüfer (§14) und das Schiedsgericht (§ 15).

 

§ 8

Die Generalversammlung

 

(1) Die ordentliche Generalversammlung findet zumindest jährlich statt.

(2) Eine außerordentliche Generalversammlung kann auf Beschluss des Vorstandes oder der
ordentlichen Generalversammlung einberufen werden. Sie muss einberufen werden,
wenn dies von mindestens einem Viertel der Mitglieder unter Angabe der Gründe
beim Vorstand schriftlich beantragt wird.

(3) Sowohl zu der ordentlichen als auch zu der außerordentlichen Generalversammlung sind
alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich einzuladen.
Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter der Angabe der Tagesordnung zu
erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand.

(4) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens acht Tage vor dem Termin der
Generalversammlung beim Vorstand schriftlich einzureichen.

(5) Gültige Beschlüsse - ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer
außerordentlichen Generalversammlung - können nur zur Tagesordnung gefasst
werden.

(6) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder stimmberechtigt.

(7) Die Generalversammlung ist, wenn die Mitglieder dazu ordnungsgemäß eingeladen
wurden, auf alle Fälle beschlussfähig, also ohne Rücksicht auf die Zahl der
erschienenen Mitglieder. Dieser Umstand muss in der Einladung angeführt werden.

(8) Die Wahlen und die Beschlussfassungen erfolgen in der Generalversammlung mit
einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.
Beschlüsse, mit denen die Statuten des Vereines geändert oder der Verein
aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei
Drittel der abgegebenen gültigen Stimmen.

(9) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Obmann/frau, in dessen Verhinderung
der Stellvertreter oder ein von diesen bestimmtes Vorstandsmitglied.

 

 

§ 9

Aufgabenkreis der Generalversammlung

 

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten.

      a) Entgegennahme des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes

b) Entgegennahme des Kassaberichtes

c) Entgegennahme des Berichtes der Rechnungsprüfer

d) Entlastung des Vorstandes

e) Wahl des Vorstandes

f) Wahl der Rechnungsprüfer

g) Festsetzung des Mitgliedsbeitrages

h) Beratung der eingebrachten Anträge und Beschlussfassung darüber

i) Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Vereinsauflösung

j) Allfälliges

 

§ 10

Der Vorstand

 

(1) Der Vorstand, der seine Tätigkeiten unentgeltlich ausübt, besteht aus:

a) Obmann/frau                  

b) Obmannstellvertreter(in)

c) Kassier(in) plus ein Stellvertreter                         

d) Schriftführer(in) plus ein Stellvertreter                  

e) sowie dem Vorsitzenden des Beirates

 

(2) Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, an seine
Stelle ein andres wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche
Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist.

Ist der Vorstand durch gleichzeitiges
Ausscheiden mehrerer seiner Mitglieder beschlussunfähig, so muss in einer
ordentlichen bzw. außerordentlichen Generalversammlung eine Neuwahl vorgenommen
werden. Fällt der gesamte Vorstand ohne Selbstergänzung oder Kooptierung aus,
ist der Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzügliche eine außerordentliche
Generalversammlung zum Zwecke der Neuwahl eines Vorstandes einzuberufen.

(3) Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt zwei Jahre. Auf jeden Fall dauert sie bis
zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind wieder
wählbar.

(4) Der Vorstand wird vom Obmann/frau, bei dessen Verhinderung von seinem
Stellvertreter, schriftlich oder mündlich einberufen.

(5) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und
mindestens die Hälfte von ihnen anwesend sind.

(6) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit, bei
Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.

 

§ 11

Aufgaben des Vorstandes

 

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind.

In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

 

     a) Erstellung des Jahresvoranschlages sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes 

          und des Rechnungsabschlusses

b) Einberufung der ordentlichen und der außerordentlichen Generalversammlung

c) Vorbereitung der Generalversammlung

d) Verwaltung des Vereinsvermögens

e) Aufnahme, Streichung oder Ausschluss von Mitgliedern.

 

 

§ 12

Aufgaben der Vorstandsmitglieder

 

(1) Der Obmann/frau vertritt den Verein nach außen gemeinsam mit einem weiteren
Vorstandsmitglied. Sonstige rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein
zu vertreten, können ausschließlich von diesen Funktionären erteilt werden. Zur
passiven Stellvertretung des Vereines ist jedes Vorstandsmitglied allein
berechtigt. Es vollzieht die Beschlüsse der Generalversammlung.

(2) Der Obmann/frau führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand. Bei
Gefahr im Verzug ist er berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den
Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, unter
eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; die bedürfen jedoch
der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

(3) Der Schriftführer hat den Obmann bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu
unterstützen. Ihm obliegt die Führung der Protokolle der Generalversammlung und
des Vorstandes.

(4) Der Kassier ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.

(5) Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle des Obmanns/frau, des Schriftführers und
des Kassiers deren Stellvertreter.

 

§ 13

Der Beirat

 

Zur Unterstützung und Beratung des Vorstandes bei der Erfüllung seiner Aufgaben wird ein Beirat gebildet. Dem Beirat gehören Vertreter der anthroposophischen Institute, der Wirtschaft, der Verwaltung sowie sonstige Fachleute an. Die Mitglieder des Beirates und dessen Vorsitzender werden vom Vorstand für die Dauer von 2 Jahren berufen. Sie müssen nicht Mitglieder des Vereins sein. Die Beiratsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.

Der Beirat hat die Aufgabe, den Vorstand in wichtigen Vereinsangelegenheiten zu beraten. Er wird vom Vorstand schriftlich oder fernmündlich mit einer Frist von mindestens zwei Wochen
einberufen und ist einzuberufen, wenn drei Mitglieder des Beirats dies verlangen. Die Sitzungen des Beirats finden gemeinsam mit dem Vorstand statt.

 

§ 14

Die Rechnungsprüfer

 

(1) Die zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von
zwei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.

(2) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung

   des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Generalversammlung    

   über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.

 

§ 15

Das Schiedsgericht

 

(1) Das Schiedsgericht wird derart gebildet, dass jeder Streitteil ein Vereinsmitglied

     zum Schiedsrichter erwählt.

(2) Den Obmann/frau des Schiedsgerichtes nominiert der Vorstand. Ist an der Streitigkeit

     ein Mitglied des Vorstandes beteiligt, wird der Vorsitzende des Schiedsgerichtes von

     den beiden  gewählten Schiedsrichtern bestimmt. Können sich diese über die Person

     des Vorsitzenden nicht einigen, entscheidet das Los.

3)  Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder

     mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen.

     Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

 

§ 16

Auflösung des Vereines

 

(1) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann in einer ordentlichen oder in einer zu

      diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung mit

      Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

(2) Im Fall der freiwilligen Auflösung bzw. Wegfall des begünstigten Zweckes hat

      dieselbe Generalversammlung zu beschließen, dass das vorhandene

      Vereinsvermögen anderen im  Sinne der §§ 34 ff. BAO gemeinnützigen

      Institutionen, die Heilpädagogik und/oder Sozialtherapie auf anthroposophischer

      Grundlage in Österreich ausüben,  zuzuführen ist.

(3) Sollte dies nicht möglich sein, ist das verbleibende Vereinsvermögen jedenfalls

      für einen im Sinne der §§ 34 ff. BAO gemeinnützigen Zweck zu verwenden.